Einpruch gegen MB u. vorl. Einstellung der ZV

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Daniela31
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#1

20.02.2017, 10:32

Hallo habe mal eine blöde Frage, hab schon die Suchfunktion benutzt aber leider nichts passendes gefunden.

Unsere Mandantin hat einen Vollstreckungsbescheid (warum sie uns den Mahnbescheid nicht schon übermittelt hat - keine Ahnung) erhalten. Einspruchsfrist ist noch nicht abgelaufen. Wir haben uns seinerzeit unter Vorlage einer Vollmacht bei der Gegenseite bestellt. Hätte der MB nicht an uns zugestellt werden müssen ?
Ich soll nun Einspruch einlegen sowie einen Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung machen. Kann ich hier rügen, dass der MB bzw. VB an uns hätte zugestellt werden müssen ? Und hat jemand vielleicht ein Muster mit beiden Anträgen ?

Vielen Dank vorab http://www.foreno.de/posting.php?mode=post&f=9#

P.S: Muss ich überhaupt Antrag auf vorl. Einstellung der ZV beantragen, obwohl die Gegenseite noch keine ZV eingeleitet hat ?

Der VB ist ja vorläufig vollstreckbar d. h. ich wollte schon einmal vorsichtshalber einen Antrag stellen !

Hat jemand ein Muster ? Ach ja wenn es geht ohne Sicherheitsleistung. Angelegenheit wurde bisher auf Basis von Beratungshilfe bearbeitet.
Zuletzt geändert von Daniela31 am 20.02.2017, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
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katuscha
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#2

20.02.2017, 10:35

Wenn ich es richtig im Kopf habe, kann man beim Antrag auf MB gar keinen RA des Schuldners eintragen und ist auch nicht dazu verpflichtet, da man ja nicht weiß, ob der gegn. RA auch für das streitige Verfahren zuständig ist.
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Anahid
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#3

20.02.2017, 12:00

Die Rüge kannst Du Dir sparen, da, wie Katuscha richtig schreibt, im MB gar kein Verfahrensbevollmächtigter für den AG eingetragen werden kann.

Bzgl. der Formulierung....die ist nicht irgendwie vorgegeben. Grob würde ich das wie folgt schreiben:

In Sachen
X ./. Y
Az.:

bestellen wir uns zu Prozessbevollmächtigten der Antragsgegnerin und legen gegen den Vollstreckungsbescheid des AG ......, Az.: ...... vom ..............., zugestellt am ................

E I N S P R U C H

ein.

Des Weiteren wird beantragt,

die Zwangsvollstreckung aus dem Vollstreckungsbescheid des AG ..... vom ......, Az.: ....... ohne Sicherheitsleistung, hilfsweise gegen Sicherheitsleistung vorläufig einzustellen.

Begründung:
Jeder Tag ist ein Geschenk ... aber manche sind einfach grottenschlecht verpackt.
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