Anrechnung vorgerichtliche Geschäftsgebühr bei KAA?

In dieser Kategorie kannst du Rechtsprechung zu Gebührenrecht / Kostenrecht im RA-Bereich selbst eintragen und auch suchen.
Antworten
gloeckchen666
Foren-Praktikant(in)
Beiträge: 4
Registriert: 08.08.2014, 10:32
Beruf: RA-Fachangestellte
Software: RA-Micro

#1

08.04.2024, 11:05

Hallo zusammen,
leider bin ich grad total verwirrt und frage mich Folgendes:
Kurze Beschreibung, wir sind Beklagte und haben einen Vergleich geschlossen.
Gem. Vergleich trägt der Kläger 14% und wir die Beklagten 86%.
Nun möchte ich einen Kostenausgleichsantrag machen. Es wurde über die Sache vorher außergerichtlich schon verhandelt mit der Gegenseite.
Der Kläger/Gegner hat die außergerichtliche Geschäftsgebühr aber nicht mit in der Klage eingefordert. Muss er dann trotzdem die Anrechnung angeben beim KAA oder nicht?
Und müssten wir als Beklagte die Anrechnung angeben oder nicht?
Ich habe leider nicht so oft solche KAA bzw. stehe jetzt gerade dermaßen vor einer Wand, so dass ich hoffe, ihr könnt mir hier helfen.
Denke für euch ist dies ein Leichtes.
Vielen Dank bereits jetzt und viele Grüße :thx
Benutzeravatar
Adora Belle
Golembefreierin mit Herz
...ist hier unabkömmlich !
Beiträge: 14438
Registriert: 14.03.2008, 14:17
Beruf: RAin

#2

08.04.2024, 11:44

Angerechnet wird im Kostenverfahren nur, wenn die Geschäftsgebühr von der Gegenseite schon gezahlt oder wenn sie zumindest tituliert ist. Beides ist in Eurem Verfahren nicht der Fall. Der Kläger hat die GG nicht mit eingeklagt, also gibt es nichts anzurechnen.

Auf Beklagtenseite scheidet die Anrechnung aus o.g. Gründen völlig aus.
gloeckchen666
Foren-Praktikant(in)
Beiträge: 4
Registriert: 08.08.2014, 10:32
Beruf: RA-Fachangestellte
Software: RA-Micro

#3

09.04.2024, 09:20

vielen Dank Adora Belle :) ich war tatsächlich der Meinung der Ggn. müsse die Anrechnung machen. Total vernebelt gewesen.
Antworten