Jobsicherung durch Wissen?

In diesem Bereich können Themen rund um Fortbildung und Weiterbildung besprochen werden. Rechtsfachwirte und -interessierte bitte hier lang.
Mondsüchtig
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#61

21.12.2025, 22:23

Was die Ausbildungen/Weiterbildungen betrifft ist überall wohl die Rechtsanwaltsfachangestellte als Grundlage Voraussetzung?!

Und dazu müsste ich tatsächlich eine Schule besuchen. Hier einfach die Prüfung ablegen geht nur in den weiteren Berufen wie Rechtsfachwirt, der wohl ab 2027 durch den Bachelor Professional abgelöst werden soll.

Manchmal denke ich halt, dass ich ganz gut für die Aufbauphase war/bin, wo noch kein Fachpersonal sich beworben hat. Und wenn die dann kommen, dann müsste ich wirklich vorbereitet sein, dass ich nicht untergehe.

Zweimal die Woche in die Schule fahren. Ich weiß nicht. Aber anders würde ich eher nicht weiterkommen? Reichen diverse Fortbildungen in den Bereichen auch irgendwie aus? Ein 3tägiges Seminar für Quereinsteiger zur Organisation des Büros hatte ich mal.

Für nächstes Jahr muss ich mir mal noch was aussuchen. Insbesondere in der Zwangsvollstreckung ändert sich ja ständig was......

Im Grunde könnte ich mir noch aussuchen, in welche Richtung ich gehen möchte. Wenn also mehr Mitarbeiter dazukommen, dann müssen die halt was anderes machen als ich. Wobei ja auch immer sehr gerne darauf geachtet wird, dass man sich gegenseitig ersetzen kann im Notfall oder eben vertreten, wenn einer nicht da ist. Soviel zur Gestaltung des Arbeitsplatzes.

LG
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paralegal6
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#62

22.12.2025, 07:45

müsstest dichi informieren wie es läuft, wenn du eine kaufmännische aubildung hast kannst verkürzen, wie das mit Praxis aussieht müsstest du die Kammer fragen, dsas weiss ich nicht iwe / ob das angerechnet wird. Die Entscheidung musst du auch selber treffen, da kann dir hier keiner helfen. Erstmal brauchst aber nen Ausbildungsbetrieb, und dann musst du schauen wie du es finanziell regelst. Aber auch die Ausbildung wird nichts an deinem Sebstbertrauen und auf die Sicht der Dinge ändern denn es kommen immer mal junge Kollegen. bachelor professional ist einfach nur ein anderer Name für den Fachwirt, ansonsten ändert sich da nix
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mücki
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#63

23.12.2025, 12:54

Mahlzeit,

also ganz ehrlich, jeder von uns, der irgendwann mal Azubis ausgebildet oder Praktikanten betreut hat, stand vor dem Problem, dass das alles neben der eigentlichen Arbeit erfolgen muss. Unsere eigentlichen Aufgaben wurden nämlich für keinen von uns von Heinzelmännchen erledigt. Es gibt auch immer Azubis/Praktikanten die lernen schneller und welche die langsamer sind. Wichtig war mir immer, dass die Leute sich Notizen gemacht haben. Wenn ich gesehen habe, mein Azubi macht sich keine Notizen, habe ich nachgefragt, warum das so ist und dann mitgeteilt, dass ich nicht alles dreimal erkläre, nur weil sich keine Notizen gemacht wurden. Das habe ich dann auch strikt durchgezogen und gegenüber meinen jeweiligen Chefs vertreten.

Natürlich will dein Chef nicht, dass du Praktikanten nur Sch...-Arbeiten machen lässt. Es sollte auch gar nicht dein Interesse sein. Die sollen nämlich im Idealfall motiviert werden, eine entsprechende Ausbildung anzufangen und Azubis sollen am Ende ihrer Ausbildungszeit in der Lage sein, Dezernate eigenständig zu führen. Selbstverständlich gehören auch die "ungeliebten" Tätigkeiten dazu wie Besprechungszimmer eindecken und wieder aufräumen, Kaffee kochen, Post scannen, Wiedervorlagen raussuchen etc. aber das sollte nie der Hauptbestandteil der Tätigkeit sein.

Und nur mal am Rande: Deine scheinbar ständige Angst vor dem Jobverlust und dem "ankommenden Fachpersonal" ist mir völlig unverständlich. Wir haben in so gut wie allen Lehrberufen Azubi- und Fachpersonalmangel. Wenn du also deine Arbeit vernünftig machst, hast du doch nichts zu befürchten und selbst wenn du jedes Jahr drei Azubis bekommen würdest, heisst das noch lange nicht, dass diese auch bleiben.

Ansonsten fang erstmal bei dir selber an. Arbeite an deinem Selbstbewusstsein und strukturiere deinen Arbeitstag vernünftig. Dein ständiges, die ist hübscher und darf sich alles rausnehmen, die Praktikanten darf dies aber was ist mit mir usw. mag subjektiv richtig sein, zumal es bei Praktikanten sicherlich nicht immer darauf ankommt, ob diese gut arbeiten. Effektiv bringt dich diese Einstellung kein Stückchen weiter, weil es nämlich unter dem Strich egal ist, ob jemand hübsch oder hässlich, dünn oder dick, kurz- oder langhaarig ist, solange die Arbeit vernünftig gemacht wird. Du solltest einfach mal anfangen Praktikanten und Azubis als mögliche Unterstützung zu sehen und nicht nur als entweder diejenigen, die dir Konkurrenz machen oder dich nur Zeit kosten. Natürlich kostet es Zeit aber i.d.R. lohnt sich das auch.

Zum Thema KI und Digitalisierung kann ich dir nur sagen: Freunde dich damit an, sonst gehst du unter! Jeder kann und sollte das nutzen, was nützlich und sinnvoll ist und den Rest beiseite lassen. Mach nicht den Fehler wie so viele ü 40iger und verweigere ich dem Ganzen. Der Computer und die Programme sind unsere Arbeitsmaterialien und mit denen sollten wir vertraut sein und nein, dass heisst nicht, dass jeder von uns "nebenberuflich" IT-ler sein soll aber man sollte auch nicht wegen jeder Kleinigkeit bei Ihnen anrufen müssen.

Weiter möchte ich dazu gar nichts mehr sagen, sonst wird das hier ein Roman.

Ich wünsche allen frohe und besinnliche Feiertage.
Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie. Wilhelm Busch
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