Bewerbung Ausbildung Justizfachwirtin - Wie sollte diese aussehen?

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Baumesstille
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#1

19.06.2020, 12:47

Hallo liebe Kollegen,

mal kurz zu mir: Ich habe nun seit knapp 2 Jahren als ReNo-Fachangestellte. Meine Prüfung ist jetzt 2 Jahre her. Bin 22 Jahre geworden. Ich arbeite zur Zeit weiterhin als ReNo-Fachangestellte in meiner Ausbildungskanzlei. Ich merke aber immer mehr, dass ich mich nicht mehr Wohl fühle. Ich bin gefühlt weiterhin die ewige "Azubiene". Darum habe ich mich nach anderen im gleichen Zweig befindenden Jobs umgeschaut.

Ihr müsst wissen, eigentlich ist das Büro hier so daran gewöhnt das immer 3 Auszubildende angestellt sind. Als ich anfing waren wir auch 3. Immer einer in den 3 Lehrjahren. Als ich in das zweite Lehrjahr kam, kam keiner mehr nach. Somit war ich im 3. Lehrjahr komplett alleine. Somit habe ich nichts neues mehr gelernt. Immer nur das gleiche. Die typischen Azubi Aufgaben. Kaffee, Wiedervorlagen, Eintragungsbekanntmachungen verschicken etc. etc. Ich kam nie so richtig in Vertragsvorbereitungen in Berührung oder Anspruchsbegründung etc.

Zur Zeit ist meine Hauptaufgabe die Zwangsvollstreckung. Und das macht mir auch Spaß. Aber auch Intern geht es mir nicht so gut. Streit mit Mitarbeitern. Einzig mit dem Chef kann ich gut.

Theoretisch ging meine Prüfung sogar gut aus. Habe mit 2 bestanden und war eine der Besten im Jahrgang. Das hat mich gefreut. Aber ich bin der Meinung in der Kanzlei nicht gut ausgebildet worden zu sein. Im Notariat habe ich keine Ahnung. Prozess kann ich nur die typischen ZV Abrechnungen abrechnen. Weiter als Klageverfahren würde ich ohne Nachfragen nie richtig abrechnen können.

Nun bin ich auf dem Beruf Justizfachwirtin gekommen. Dies spricht mich sehr an und wäre eine neue Ausbildung, wo ich mich nochmal richtig reinhängen würde. Darum wollte ich mich gerne beim OLG bewerben für 2021. Nach Anruf beim OLG würde man sich sehr freuen wenn eine Bewerbung von mir eingehen würde, aufgrund meine bereits abgeschlossenen Ausbildung.

Leider bin ich aus Bewerbungen schreiben komplett raus. Nun würde ich euch gerne Fragen, ob mir helfen könnt, so eine richtig ansprechende Bewerbung zu formulieren.

Vielen Dank liebe Kollegen.

LG
Sonnenkind
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#2

20.06.2020, 09:59

Helfen wird man dir hier sicherlich sehr gerne, eine ansprechende Bewerbung zu formulieren. Es wäre aber trotzdem sehr schön, wenn du erstmal einen Entwurf einstellen könntest.
Bild Liebe Grüße Sonnenkind Bild
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jojo
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#3

22.06.2020, 07:57

Und zwar ziemlich schlicht und schnörkellos.
Denn für immer Punk, will ich sein mein Leben lang,
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Petrusa
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#4

04.07.2020, 18:24

Ja wäre toll, wenn du schon mal etwas reinstellen könntest, dann können wir dir gezielter helfen.
Baumesstille
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#5

13.08.2020, 15:56

Es tut mir leid. Es hat sich ein wenig verzögert. Jetzt bin ich aber bereit mich zu bewerben!

Also hier wäre das Anschreiben. Bitte markiert mir oder überarbeitet das Anschreiben so, dass es für euch in Ordnung ist. Das wäre mir eine enorme Hilfe. Vielen Dank liebe Community.
Bewerbung als Auszubildende zur Justizfachwirtin zum 01.09.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf Ihre Internetpräsenz, möchte ich mich bei Ihnen auf eine Ausbildungsstelle als Justizfachwirtin bewerben.

Nach dem Erwerb des Sekundarabschlusses I im Juli 2014 an der (Realschule-Name), und einem Jahr an der Fachoberschule Gestaltung an der BBS (Name), habe ich eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten bei der Kanzlei Name in Ort absolviert und diese im Juli 2018 mit gutem Erfolg abgeschlossen.

Nach nun über zwei Jahren Berufserfahrung in diesem Bereich stellte ich fest, dass dieser gewählte Beruf nicht meinen Erwartungen und Bestrebungen für die Zukunft entspricht.

Am Beruf der Justizfachwirtin fasziniert mich insbesondere der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und wie man diese in Ihren Rechtsansprüchen unterstützt.
Hierbei ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Kommunikationsbereitschaft, insbesondere in den Serviceeinheiten, von Vorteil.
Diese Attribute sind für mich als gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte selbstverständlich.

Der Moralkodex Ihres Gerichts, ausgerichtet auf die Schaffung von gesellschaftlichen Mehrwert, stimmt mit meiner persönlichen Einstellung überein.

Zielstrebiges und strukturiertes Arbeiten sind für mich selbstverständlich, dies zeigt sich auch durch die Note “gut“ in der Abschlussprüfung, welche ich als einer der Besten im Prüfungsbezirk Name abgelegt habe. Das Organisieren von Geschäftsprozessen und Verwaltungsabläufen fiel mir immer leicht. Dies äußerte sich auch durch die frühe Verantwortungsübergabe eines Abteilungsteilbereiches in meiner Ausbildung, bei welcher ich die Zwangsvollstreckung selbständig durchführen durfte.

Gerne möchte ich Sie persönlich von meinen Stärken überzeugen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen
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#6

14.08.2020, 07:50

Mir gefällt es nicht.

Von nach über 2 Jahr bis Einstellung überein ist too much und zeigt mir, dass du nicht weißt, was auf dich zukommt.

Der Fachwirt hat kaum Publikumskontakt. Aufgabe ist hauptsächlich "Aktenschieben", analog oder digital.

Da würde ich den "Pathos" rausnehmen und sachlicher schreiben.
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#7

14.08.2020, 08:45

Magst du mir eventuell helfen die richtige Formulieren zu finden wie ich es abändern könnte?
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jojo
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#8

14.08.2020, 08:59

Durch meine Tätigkeit bin ich auf den Beruf als Justizfachwirtin aufmerksam geworden.

Da ich über ein hohes Maß an Organisationsgeschick und Interesse an Büromanagement verfüge, würde ich gerne die Ausbildung zur Justizfachwirtin mit dem Ziel eines Einsatzes auf einer Serviceeinheit beginnen.
Denn für immer Punk, will ich sein mein Leben lang,
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#9

14.08.2020, 10:34

Also das:
Am Beruf der Justizfachwirtin fasziniert mich insbesondere der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und wie man diese in Ihren Rechtsansprüchen unterstützt.
Hierbei ist ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Kommunikationsbereitschaft, insbesondere in den Serviceeinheiten, von Vorteil.
Diese Attribute sind für mich als gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte selbstverständlich.
durch:
Durch meine Tätigkeit bin ich auf den Beruf als Justizfachwirtin aufmerksam geworden.

Da ich über ein hohes Maß an Organisationsgeschick und Interesse an Büromanagement verfüge, würde ich gerne die Ausbildung zur Justizfachwirtin mit dem Ziel eines Einsatzes auf einer Serviceeinheit beginnen.
ersetzen?

Sonst noch was, was ich besser formulieren könnte, wenn ja, wie genau?
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jojo
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#10

14.08.2020, 10:39

Der Moralkodex Ihres Gerichts, ausgerichtet auf die Schaffung von gesellschaftlichen Mehrwert, stimmt mit meiner persönlichen Einstellung überein.

Muss raus....

Gerne möchte ich Sie persönlich von meinen Stärken überzeugen.

Würde ich weglassen, bisken dick aufgetragen.
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