Kündigung wegen Krankheit

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Gast

#1

12.12.2006, 15:18

Hier mal wieder was zum Nachgrübeln. Habe für 2 Rechtsanwälte gearbeitet, alles gemacht von Empfang bis Materialbestellung. Wurde krank, 2 Monate abwesend gewesen, kam wieder hatte 3 Wochen Urlaub und wurde gekündigt. Begründung: betriebsbedingt aus wirtschaftlichen Gründen, wirklicher Grund junge Kollegin die mich vertreten hat, bekam den Job für wenig Geld und kann keine Gehaltserhöhung fordern, weil sie viel schlechter ist als ich und man ja noch was aus ihr machen kann. Also 3 Jahre dasselbe Gehalt und alles für die Säue oben.
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wifey
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#2

12.12.2006, 15:59

Tja, die Kündigung wg. Krankheit (natürlich auch nur inoffiziell) habe ich auch schon hinter mir! Bekommen habe ich sie, als ich 4 Wochen krank geschrieben war.

Tja, so sind Anwälte :-(
Viele Grüße

ich
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Sandra S.
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#3

12.12.2006, 16:02

Hallo Snickers,

deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor!

Bei mir waren es allerdings nicht 2 Monate, sondern 2 Wochen(!), die ich krank war. Allerdings hat man mir das wohl nicht abgenommen, weil es keine Erkältung oder ein gebrochenes Bein war, sondern "nur was nervliches". :roll:

Als ich dann wiederkam, wurde mir vorgeworfen, dass ich ja nur keine Lust gehabt hätte zu arbeiten und mir deswegen eine "Auszeit" auf Kosten der Kanzlei genommen habe. :schock

Die Kündigung erfolgte dann natürlich auch aus betriebsbedingten Gründen. Zu meinem Arbeitszeugnis hat mein Chef mir dann nur gesagt, er hätte mir ja ein "sehr gut" gegeben, aber nach der Aktion ist wohl nur noch ein "gut" drin. Nicht, dass ich mit dem "gut" nicht auch zufrieden bin, aber die Begründung war schon der Oberhammer! :twisted:

Ja, krank werden is in diesem Beruf eben nicht!

Bin aber ziemlich froh, dass ich da erstmal weg bin. Lange hätte ich das sowieso nicht mehr durchgehalten! Klar ist das mit dem Geld jetzt erstmal blöd, aber irgendwie muss es ja weitergehen...

Ärger dich nicht so sehr, kannst sowieso nichts daran ändern. Und sieh positiv in die Zukunft! Vielleicht findest du auch ganz schnell wieder was neues, wo man deine Arbeit und Erfahrung auch zu schätzen weiß

:kopfhoch
Liebe Grüße
von Sandra
Gast

#4

12.12.2006, 16:13

Unglaublich! Das ist echt eine Sauerei!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gast

#5

12.12.2006, 16:27

Hallo Leute!
Ich muss Euch ganz ehrlich sagen, dass ich manche Chefs auch verstehen kann! Ich hatte eine Kollegin, die in regelmäßigen Abständen und mehrere Wochen im Jahr gefehlt hat (meist über Feiertage, Geburtstage, Hochzeitstag, kurz vor der Urlaubsreise, zu der Zeit, wo die neue Küche eingebaut wurde etc..) Und dass dann einem der Kragen platzt, kann ich verstehen... Zumal finde ich das auch unkollegial gegenüber den anderen Kolleginnen.
Auf der anderen Seite kann es natürlich auch nicht sein, dass man gleich bei der "erstbesten" Krankheit eine Kündigung vor die Nase gesetzt bekommt. Also Snickers... lass Dich nicht unterkriegen...
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Jennifer
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#6

12.12.2006, 19:26

Eigentlich kann ich Brummers Beitrag nur zustimmen.

:kopfhoch , Snickers!
Liebe Grüße :)
Jennifer

:yeah
Notargehilfe

#7

12.12.2006, 20:14

Hallo zusammen,

die Sache mit der Kündigung wegen Krankheit ist wirklich schwierig. Man sollte sich aber mit Begriffen wie "Sauerei" zurückhalten.

Dass der Frust groß ist, ist klar.

Aber auch die Chefs sind nur Menschen und können nicht immer objektiv handeln. Denen kommt schnell was in den falschen Hals. Das hatten wir bei uns auch schon, wo eine Kollegin wegen einer "Nervensache" krank geschrieben wurde (natürlich nach einem Streit mit dem Chef) und dann ihre Kündigung bekam. Die privaten Hintergründe kannte er natürlich nicht, denn die gingen ihn ja auch nichts an. War halt so eine Spontanreaktion, die dann auch nicht rückgängig zu machen war.

Ich fänds als Chef auch nicht toll, wenn mein Mitarbeiter nach längerer Krankheit anschließend in Urlaub geht. Ist natürlich doof, wenn man gebucht hat. Sieht aber oft so aus, als ob das geplant wäre. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, was auch eine Sache der Berufserfahrung ist.

Naja, wie man es macht, ist es wohl verkehrt.

Schönen Abend zusammenBild
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wifey
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#8

12.12.2006, 20:28

Klar sollte man mit solchen Begriffen vorsichtig sein. Aber es baut nicht grad auf, wenn für den offiziellen Kündigungsgrund "zu viel Arbeit und zu wenig MA, da krank" dann erst nach gut 1 Jahr eine neue ReNo eingestellt wird .... Dann kann's ja wohl nicht an der Arbeitsmenge gelegen haben .... Na ja, ist auch egal. Ich war damals zwar geschockt aber im nachhinein auch froh, da weg zu sein.
Viele Grüße

ich
Gast

#9

12.12.2006, 20:45

Mmm, so eine Situation ist schwierig.

Tut mir leid für dich snickers!!!!!

Ich möchte zwar nicht Sauerei sagen, aber das Wort unangemessen trifft es hier sicherlich auch nicht mehr.
Gast

#10

12.12.2006, 21:02

Hallo Snickers!

Wenn die Kündigungsfristen eingehalten wurden (davon gehe ich bei Rechtsanwälten aus) und für dich das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet (weil nicht mehr als 5 bzw. 10 AN bei euch angestellt sind) dann kannst du gegen die Kündigung wohl nichts machen. :sorry

Ich drück dir für die Suche nach einen neuen Job alle Daumen und :kopfhoch

Liebe Grüße
Sandra
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