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Hilfe bei Formulierung für eine Bewerbung

Verfasst: 02.02.2009, 13:58
von Findik
Hallo ihr Lieben,

ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Ich schreibe gerade an einer Bewerbung für eine Kanzlei mit Schwerpunkt Zivilrecht und Zwangsvollstreckung. Ich habe gute Kenntnisse darin und wollte es auch mit reinbringen. Also meine Bewerbung fängt so an:

Sehr geehrte Frau ......,

Sie suchen eine engagierte, gut ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte für Ihre Kanzlei? Dann bin ich genau die richtige Mitarbeiterin für Sie.

Hiernach wollte ich halt schreiben, warum ich denn die richtige Mitarbeiterin für diese Kanzlei bin und wollte somit meine Erfahrungen in ZV erwähnen. Aber wie formuliere ich das? Habt ihr da eine Idee für mich?

Vielen Dank im Voraus.

Verfasst: 02.02.2009, 14:11
von jojo
Sag mal, findest du die Einleitung angemessen ?

Sehr gF,

ich bewerbe mich auf die xx ausgeschriebene Stelle als xxx

Neben den üblichen anfallenden Arbeiten in einer REchtsanwaltskanzlei beherrsche ich besesonders das Zwangsvollstreckungsverfahren (Und dann Lehrgänge bzw. selbstständig ausgeübte Tätigkeiten angeben)

Verfasst: 02.02.2009, 14:13
von wifey
jojo, was hast Du gegen die Einleitung? Find ich gar nicht mal so übel! (Ist aber - wie man schon merkt - Geschmackssache ;-))

Was hast Du denn im Bereich ZV alles (selbständig) gemacht Findik ?

Verfasst: 02.02.2009, 14:15
von nephele
es kommt immer drauf an, wer die bewerbung liest.
heutzutage lernt man auf fast jedem bewerbungstrainigs-seminar etc, auch in der schule, dass man die einleitung so schreiben soll, damit die gleich aufmerksam auf einen werden... ich persönliche finde die formulierung auch ganz furchtbar, aber das ist heute schon üblich...
aber bei kleinen kanzleien oder "alten herren" kommt wohl eher die konservative methode gut an...

Verfasst: 02.02.2009, 14:26
von jojo
Mag gut sein, dass ich zu den alten Herren gehöre, oder konservativ bin, aber das ist mehr der Stil von "Geiz ist sexbesessen" und das finde ich ganz schlimm.

Mich spricht das gar nicht an. Und im übrigen: Es machen halt alle und daher ist der Aufmerksamkeitsfaktor ziemlich gering.

Mich spricht in einer Bewerbung halt an, wenn ich erkennen kann, dass jemand weiss wovon er spricht, z.B. ich suchte eine Schreibkraft mit einer Anschlagszahl nicht unter 300:

Nur eine hat sich in der Bewerbung überhaupt dazu geäußert.

Dafür wurde ich mit Platitüden wie Teamfähig (erwarte ich, ist keiner besonderen Erwähnung wert) oder Flexibel, Freundlich usw, s.o. zugeschüttet.

Daher: Wenn du mit Fakten/Ausbildungsinhalten punkten kannst, mach es auch, anstatt Hesse/Schrader oder sonstwen abzuschreiben.

Verfasst: 02.02.2009, 14:36
von nephele
jojo, das sollte kein angriff auf irgendwessen alter sein oder so :mrgreen: wie ich schon sagte, ich mag die formulierung auch gar nicht. find ich ganz furchtbar. und ich habe mich auch immer dagegen gesträubt, die floskel anzuwenden.
wenn ich bewerbungen geschrieben habe, bin ich auch jeden punkt eingegangen, der gefordert war. hab mir die anzeige ausgedruckt / ausgeschnitten etc. und hab das dann punkt für punkt abgehakt...
muster-bewerbungen mit immer dem gleichen text sehen die leute sofort...

Verfasst: 02.02.2009, 14:44
von jojo
@nephele: Ich habs nicht als Angriff aufgefasst !

Ich denke auch, dass so Musterbewerbungen (one-size, one fits all) nicht passt und in der Tat: Die erkennt man sofort und das Schicksal dieser Bewerbung ist auch sofort entschieden.

Wie auch in dem anderen Thread: Ihr müsst eure Stärken für den geforderten Job angemessen herausstellen: Standartbewerbungen gibts halt genug.

Verfasst: 02.02.2009, 14:51
von Zauberdrops
Hm... ich bin letztes Jahr mit meiner, vielleicht konservativen Bewerbung auch besser gefahren als vorher mit "auffallendem" Stil.

Ich denke, ein solcher Anfang, wie Du ihn gewählt hast, ist sinnvoll bei Initiativbewerbungen oder bei Kanzleien, die verhältnismäßig groß sind. Ich weiß nun nicht, ob Du Dich dort auf eine Anzeige bewirbst, aber wenn dem so ist, würde ich die klassische Variante bevorzugen. Zumal so eine peppige Einleitung auch entsprechende Fortsetzung und äußere Umsetzung (bei der Bewerbungsmappe, meine ich) erfordert, was zumindest mich immer vor Formulierungsprobleme gestellt hat.

Zu Deiner eigentlichen Frage:

"Nicht nur aufgrund meines Organisationstalentes und meiner selbständigen und äußerst verantwortungsbewussten Arbeitsweise, sondern gleichwohl wegen meines Fachwissens auf dem Gebiet des Mahn- und Zwangsvollstreckungswesens war ich bisher in der Kanzlei XXX als alleinige Sachbearbeiterin für diesen Bereich zuständig. Insbesondere möchte ich dabei auf meine Kenntnisse in Bezug auf ... hinweisen."

Dann würde ich weiter machen mit den anderen Tätigkeiten, Buchhaltung, RVG, Fristen etc.

Und wenn Du etwas wirklich Auffälliges machen möchtest, dann versuch es mal mit einer Bewerbung im Stile eines PfÜb-Antrages. Nur so als Beispiel.

Verfasst: 02.02.2009, 15:09
von Findik
Also, ich habe eigenständig ZV-Aufträge eingeleitet und alles drum herum. Habe auch umfangreiche ZV-Aufträge gehabt, wo der Titel schon 20 Jahre alt war und dementsprechend viele Aufträge vorangegangen sind und diese habe ich dann auch selbstständig abgerechnet.

Zu der Einleitung......sicher ist es eine Geschmacksfrage. Du weißt nie, wer das zu lesen bekommt. Der eine Chef findet es so gut und der andere bevorzugt etwas anderes. Das kann ich vorher natürlich nicht wissen. Ich habe aber schon öfter gehört, dass sie solche Einleitungen ansprechener finden, als die Standarteinleitungen wie z. B. ich habe Ihre Stellenanzeige aus der ....... gelesen und bewerbe mich hiermit um eine Stelle als Refa.

Verfasst: 02.02.2009, 15:19
von jojo
Also ich stehe ganz klar mehr auf den konservativen Stil. Bei mir bringt in der Tat die Eröffnung schon Negativpunkte.

Und ihr arbeitet bei Anwälten: Ich denke, die sind in der Regel noch konvervativer als ich.

So und mit der ZV hört sich doch gut an: Weiterhin habe ich selbstständig auch umfangreichere Zwangsvollstreckungsverfahren, einschließlich deren Abrechnung, erfolgreich zum Abschluss gebracht. (oder so ähnlich)