Chef geht bald in Ruhestand - Tipps für Arbeitsplatzwechsel

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Hühnerhaufen
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#21

17.08.2026, 11:26

Pitt hat geschrieben:
07.07.2026, 11:00
@Hühnerhaufen: Das ist bei mir jetzt sehr ähnlich.
Die Wunschvorstellung meines Chefs war aber wohl, dass ich quasi "auf Abruf" bis zum Schluss bleibe. Ein paar Stunden für ihn und ein paar Stunden für ein anderes Büro arbeite. Ich habe ihm jetzt geschrieben, dass ich nicht Restarbeiten erledigen kann, bis er irgendwann ganz aussteigt. Ich habe ja noch fast 20 Jahre vor mir und er fängt jetzt mit einer 4-Tage-Woche an und dann vielleicht in einem Vierteljahr mit einer 3-Tage-Woche, und dann? Wenn er keine neuen Mandate annimmt, ist ja absehbar, dass sich die Arbeit in den nächsten Monaten deutlich reduzieren wird. Ich will die Zeit da nicht absitzen, kritisch beäugt von den Kollegen, für die ich so was wie die Altlast vom Seniorchef bin. Als ich hier angefangen bin, habe ich das bei älteren Kolleginnen gesehen, die damals noch 10 Jahre bis zur Rente hatten und mir erzählten, sie sitzen ihre Zeit hier nur noch ab. Den Gedanken fand ich damals und finde ich heute noch schrecklich. Ich will die Zeit nicht "absitzen". Die älteren Kolleginnen konnten sich damals von den Junior-Chefs und von ein paar jungen Kolleginnen immer mal wieder dumme Sprüche anhören. Ich schaue mich jetzt nach einer Vollzeitstelle um und werde auch noch fragen, ob man bereit wäre, mir bei der Kündigungsfrist entgegenzukommen.
@alle: Danke für Eure Erfahrungen!
Hallo Pitt,

hat sich bei Dir schon was getan?

Gruß Hühnerhaufen
Pitt
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#22

17.08.2026, 14:06

Nein, bislang noch nicht.
Jara
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#23

19.08.2026, 14:13

Ich fühle mit Dir!

So ging es mir auch vor ein paar Jahren und seitdem finde ich nicht mehr so wirklich eine schöne passende Arbeitsstelle.

Aber nicht aufgeben :-)
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conocimiento
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#24

28.08.2026, 12:33

Moin,

da ich schon mehrere Kanzleiwechsel hinter mir habe (sowohl aus familiären als auch aus zwischenmenschlichen Gründen) kann ich gerne einmal meinen Input hinzufügen.

Die Auswahlkriterien sind natürlich teilweise sehr subjektiv.

Ich stelle mir folgende Fragen:

- Ist es eine reine Männerkanzlei oder gibt es auch eine oder mehrere weibliche Anwältinnen?
- Wird bei der Bewerbung ein Foto verlangt?
- Wird die Kanzlei modern geführt? (Digitalisierung, ggf. HO-Angebote, zeitgemäßes Gehalt und Urlaubstage)
- Gibt es regelmäßige Teambesprechungen und Feedbackgespräche? Wie läuft die Kommunikation untereinander?
- Sind die Aufgaben und Vertretungen klar und einheitlich geregelt?
- Gibt es Kanzleiveranstaltungen? (Abgesehen von der obligatorischen Weihnachtsfeier)
- Stellt die Kanzlei ausreichend Arbeitsplätze zur Verfügung oder muss rotiert werden?
- Ist die Arbeitsmenge in der vereinbarten Zeit machbar oder gibt es burnout-Potenzial?
- Wird die Arbeitszeit nach den gesetzlichen Vorgaben erfasst?
- Wie sieht es aus mit anderen Benefits? (Tankgeld, Deutschlandticket, Jobrad, Sport-Angebote, etc.)
- Ganz wichtig: schmeckt der Kaffee? :yeah

Sehr wichtig ist natürlich auch die Infrastruktur, aber das ist ja sehr ortsabhängig.
JorisClausen
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#25

29.08.2026, 14:27

Die Kaffeefrage würde ich tatsächlich ziemlich weit oben auf die Liste setzen. 😄 Aber im Ernst: Gerade die eher unscheinbaren Punkte sagen viel über eine Kanzlei aus. Wenn Arbeitsplätze, Kommunikation und Zeiterfassung ordentlich geregelt sind, merkt man das meistens schon im Alltag. Ich würde beim Vorstellungsgespräch außerdem darauf achten, wie die Mitarbeiter miteinander umgehen – das kann mehr über das Betriebsklima verraten als jede Hochglanz-Stellenanzeige.
Pitt
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#26

31.08.2026, 10:12

@conocimiento: Danke für die Rückmeldung und die von Dir aufgeführten Fragen bei der Auswahl! Einige habe ich tatsächlich auch schon auf meiner Liste.
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