Jobwechsel?

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Cinderella10
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#21

11.10.2018, 10:51

Ja das finde ich generell sowieso schwierig bei Vorstellungsgesprächen. Aber noch schwieriger zu begründen finde ich es, warum man nach 6 Jahren auf einmal wechseln will. Ich meine, den wirklichen Grund wird man da wohl nur in den seltensten Fällen angeben.
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mücki
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#22

11.10.2018, 11:39

Da halte ich es mit der guten alten Aussage:
"Ich möchte mich weiterentwickeln" oder "Ich bin einfach auf der Suche nach neuen Herausforderungen/einem anderen Tätigkeitsfeld".

Wobei ich zugeben muss, dass mir seinerzeit keiner eine entsprechende Frage gestellt hat, da die Kanzlei von der ich damals wegwollte in der "Szene" ziemlich bekannt war/ist. Man hat mich eher gefragt, wie ich es so lange dort ausgehalten habe :lolaway

Edit: Schief gehen kann so ein Neuanfang immer aber ich finde auch, wenn man einmal soweit ist, dass man sich mit seinem Weggang auseinander gesetzt hat, dann ist es auch besser zu gehen. Wenn es schief geht - Was soll's ... Rechtsanwalts- und/oder Notarfachangestellt werden doch nun so gut wie überall gesucht.
Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie. Wilhelm Busch
sh161
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#23

12.10.2018, 09:45

Cinderella10 hat geschrieben:
01.10.2018, 10:01
Allerdings weiß man ja nie, ob und wann es letztendlich dann klappen würde. :-?
Bei uns hat die Familienplanung ganze acht Jahre gedauert. :-? Willst du im Zweifel so lange auf deiner jetzigen Arbeitsstelle hocken bleiben?

Du hast die Chance jetzt zu wechseln und die Rahmenbedingungen klingen gut. Ich an deiner Stelle würde da nicht mehr lange überlegen. :daumen
Cinderella10
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#24

16.10.2018, 08:27

Guten Morgen,

also nach langem Überlegen und schlechtem Gewissen habe ich die Stelle dann doch angenommen. Und eure Meinungen und Ratschläge haben mir hierbei sehr geholfen. Vielen Dank nochmals dafür. :knutsch
Und ich habe auch eingesehen, dass ich nicht weiß, wann das mit der Kinderplanung dann klappt und ich nicht mein ganzes Leben danach ausrichten kann, weil es unter Umständen dann sowieso ganz anders kommen kann. Ich muss es jetzt nur noch meinem Chef beibringen. Habe aber irgendwie total Angst vor seiner Reaktion.
Cinderella10
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#25

16.10.2018, 11:25

Und kündigen würde ich unter Einhaltung der Kündigungsfrist ja zum 30.11.
Coco Lores
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#26

16.10.2018, 12:17

Schön, dass du dich entschieden hast und wir dir dabei geholfen haben. Ich wünsche dir für den Neustart schon mal alles erdenklich Gute und drücke dir auch die Daumen für dein bevorstehendes Gespräch mit deinem jetzigen Chef! Egal wie seine Reaktion sein wird, denk daran, dass du dir das bald nicht mehr antun musst!
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen!!!
Cinderella10
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#27

16.10.2018, 12:21

Vielen Dank. :)
Aber ich hab echt Bammel davor, wie hier alle reagieren. Und da ich die einzige hier bin, ist es für unsere Azubine auch nicht so toll, wenn ich dann weg bin ... :sad:
Aber ich weiß, dass ich an mich denken muss und auf die Dauer wäre das nicht mehr gut gegangen, v. a. dann auch die schwierige Situation mit der Kollegin, die nächstes Jahr wieder kommt.
Coco Lores
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#28

16.10.2018, 13:32

Es ehrt dich wirklich sehr, dass du dir gerade auch den Verbleib der Azubine annimmst, aber wenn du anfängst dein Leben immer nach allen anderen auszurichten, bleibst du komplett auf der Strecke. Auch wenn man fast die Hälfte seines Lebens mit seinen Arbeitskollegen verbringt, sind es doch "nur" Arbeitskollegen. Und es gibt mit Sicherheit genug, die ohne mit der Wimper zu zucken und ohne einen Gedanken an die Kollegen zu verschwenden gegangen wären.
Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen!!!
Cinderella10
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#29

17.10.2018, 11:15

Hallo jetzt muss ich das Thema nochmals aufgreifen:
Auch wenn sich das jetzt vielleicht blöd anhört, aber irgendwie plagen mich jetzt doch wieder Zweifel, ob ich den Job nun wirklich annehmen soll oder nicht. Bisher habe ich nur eine mündliche Zusage erteilt, einen AV habe ich noch nicht unterschrieben. Das wollten wir nächste Woche fix machen.
Aber je mehr ich dann doch darüber nachdenke, desto mehr frage ich mich, ob es wirklich das richtige ist. Und vor allem mein schlechtes Gewissen wird immer schlimmer, sowohl dem jetzigen AG gegenüber als auch später dem neuen AG, wenn ich dann doch nächstes Jahr schon mit meiner "Planung" starten möchte.
Es ist zum verzweifeln. :sad:
samsara
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#30

17.10.2018, 11:26

Du musst in erster Linie an Dich denken. Wenn Du weißt, dass Du in dieser Kanzlei auf Dauer nicht glücklich wirst (wg. der Kollegin), solltest Du auf alle Fälle wechseln.
Eine Kündigung ist nie angenehm, aber Du hast doch nichts zu verlieren. Du bist Deinem jetzigen Chef auch keine Rechenschaft schuldig.

Dein schlechtes Gewissen dem neuen Arbeitgeber gegenüber wg. Deiner Kinderplanung kann ich teilweise nachvollziehen. Aber mal ehrlich, bei einer Mitarbeiterin, die in einem bestimmten Alter ist und noch keine Kinder hat, muss der Arbeitgeber immer damit rechnen, dass sie schwanger wird. Und stell Dir mal vor, Du wechselst nicht und bist in z.B. drei Jahren immer noch nicht schwanger? Willst Du Dich so lange in dieser Kanzlei quälen? Abgesehen davon dürften psychische Belastungen auch ein Hindernis sein, schwanger zu werden.

Was sagt denn Dein Mann/Partner dazu?
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