Bewerbung beim Sozialgericht

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Engelchen91
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#1

10.01.2011, 18:24

Ich werf' erst einmal ein freundliches Hallo in die Runde :)

Ich möchte mich jetzt gerne beim Sozialgericht bewerben, da ich von einer Bekannten (die dort als Richterin arbeitet) weiß, dass die dort an Mitarbeitern aufstocken wollen. Ich hab jetzt einfach mal bissel was geschrieben. Hat vielleicht noch jemand Verbesserungsvorschläge? Und wie kann ich das noch mit reinbringen, woher ich von der "Mitarbeitersuche" weiß. Ich würde gerne den Namen meiner Bekannten erwähnen. Fehlt sonst noch was? Der Text sieht so kurz aus :P

Sollte ich noch erwähnen, dass ich momentan beschäftigt bin und wenn ja auch wo (Call-Center)? Geht ja aber eigentlich auch, aus'm Lebenslauf hervor.

Hier einmal mein Anschreiben:

"Bewerbung als Justizangestellte in der Serviceeinheit


Sehr geehrter Herr XY,
sehr geehrte Damen und Herren,

seitdem ich meine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten bei den Rechtsanwälten XY im Juni 2010 erfolgreich beendet habe, bin ich auf der Suche nach einer passenden Herausforderung. Deshalb bewerbe ich mich bei Ihnen als Justizangestellte in der Serviceeinheit.

Während meiner Berufsausbildung habe ich großen Gefallen an juristischen Tätigkeiten gefunden und meine Stärken liegen auf den Gebieten Fachkunde, Informationsverarbeitung (MS Word, MS Office, RA-Micro) und Rechnungswesen. Zu meinen Hauptaufgaben während der Ausbildung zählten unter anderem die Termin- und Fristenüberwachung, Schriftsätze nach Phono-Diktat schreiben, Mahnwesen sowie das vollständige Notariat. Weitere Stärken von mir sind Teamfähigkeit, Flexibilität, ein guter Umgang mit Mandanten sowie eigenständiges Arbeiten.

Gerne möchte ich mein Wissen in Ihrer Behörde einbringen und freue mich über ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen


Anlagen"


über Antworten von euch würde ich mich freuen :D
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warte ich hab mein BGB und meine ZPO dabei :)[/align][/color][/font][/b][/u]
Sonnenkind
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#2

10.01.2011, 18:33

Ist denn deine Bekannte damit einverstanden, wenn du ihren Namen erwähnst? Ich würde das vorher an deiner Stelle noch abklären.
Du erwähnst in deinem Bewerbungsschreiben kein Arbeitszeugnis. Hast du keines vorliegen? Sonst nimmt man doch noch Bezug auf ein beigefügtes Arbeitszeugnis.
Wenn jetzt zum Beispiel von vornherein klar war, dass du bei der RA-Kanzlei nur deine Lehre dort machst, würde ich dies auch noch unterbringen, dass eine Weiterbeschäftigung dort nicht erfolgte, nachdem von vornherein klar war, dass das Arbeitsverhältnis nur auf die Ausbildung beschränkt war. Wenn du dann das mit dem Call-Center unterbringen möchtest, könntest du überleiten, dass zum damaligen Zeitpunkt keine Stelle in deinem Beruf zu besetzen war und du deshalb vorübergehend im Call-Center angefangen hast.
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Heute: der einzige Tag,
den du in der Hand hast.
Heute musst du leben.
Heute sollst du glücklich sein.
(aus dem Buch meines Cousin K. Hartung)
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Andreas
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#3

10.01.2011, 18:49

Ich lasse jetzt mal den großen Kritiker raushängen :mrgreen:
Während meiner Berufsausbildung habe ich großen Gefallen an juristischen Tätigkeiten gefunden und meine Stärken liegen auf den Gebieten Fachkunde, Informationsverarbeitung (MS Word, MS Office, RA-Micro) und Rechnungswesen.
"großen Gefallen an juristischen Tätigkeiten" -> pardon, aber du bist keine Juristin :wink:

Dann finde ich, ist die Verbindung zweier Sätze mit einem "und" [meine Stärken liegen auf den Gebieten...] hier nicht angebracht. Daraus könnte man zwei Sätze machen. Sie stehen inhaltlich auch nicht in so engem Zusammenhang, daß sie verbunden werden müßten.

Insgesamt würde ich bei der Bewerbung eher darauf eingehen, daß und warum deine Berufsausbildung dich zur geeigneten Bewerberin für die Arbeit in einer Serviceeinheit macht, etwa durch Sätze wie:

"Durch ausführliche Recherchen habe ich mich eingehend mit dem Berufsbild der Justizangestellten beschäftigt. Ich bin überzeugt davon, durch meine Berufsausbildung zur ReNo-Fachangestellten die häufig geforderten Eigenschaften A, B und C mitzubringen. Zusätzlich sehe ich mich selbst als teamfähige und flexible Mitarbeiterin, die eigenständiges Arbeiten gewohnt ist."

So irgendwie würde ich das wohl eher schreiben.

So, genug gemeckert :mrgreen: :duckrenn viel Erfolg :daumen
Viele Grüße :pcwink

Andreas
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#4

10.01.2011, 18:59

Ja, meine Bekannte ist damit einverstanden, hat sie mir sogar geraten, dass ich ihn erwähnen soll. Nur ich weiß nicht genau, an welcher Stelle und wie...
Ich sollte eigentlich in meiner Ausbildungskanzlei (2 Anwälte) übernommen werden. Zum 01.01.10 wurde allerdings die Sozietät aufgelöst. Ich habe dann die Ausbildung bei einem der beiden zu Ende geführt, der mich im Sommer eig. auch übernehmen wollte. Unglücklicherweise ist dieser dann an Krebs erkrankt und inzwischen leider verstorben. Der andere Anwalt würde mich auch gerne bei sich arbeiten lassen. Da er aber die andere Azubine und die Angestellte übernommen hat, ist nicht genügend Arbeit vorhanden. Ich habe nur von der Ausbildung das Arbeitszeugnis.
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#5

10.01.2011, 19:32

Dann solltest du deine/n Bekannte/n evtl. in den Einleitungssatz aufnehmen? Beispiel:
In einem persönlichen Gespräch mit Frau Richterin XYZ, mit der ich bekannt bin, habe ich erfahren, dass ...
Diesen Passus aber unbedingt von ihr freigeben lassen!

Ansonsten - ich hoffe, Kritik ist erlaubt! - verwundert mich dein Ausgangsposting, konkret dieser Teil:
Ich möchte mich jetzt gerne beim Sozialgericht bewerben, da ich von einer Bekannten (die dort als Richterin arbeitet) weiß, dass die dort an Mitarbeitern aufstocken wollen. Ich hab jetzt einfach mal bissel was geschrieben.
Der Grund deiner Bewerbung ist, daß du "von einer Bekannten ... weißt, dass die ... aufstocken wollen".

Mal aus Sicht eines Personalers:

"Warum wollen Sie, Frau Engelchen91, denn unbedingt bei Gericht arbeiten?"

Und deine Antwort: "Ich hab gehört, Sie wollen Personal aufstocken, und ich suche halt was anderes, weil ich nicht in meiner Ausbildungskanzlei bleiben kann."

Ne, das kann's nicht sein. Pardon, klingt jetzt hart, aber ich habe den Eindruck, daß du dir noch nicht hinreichend Gedanken über ein mögliches Vorstellungsgespräch gemacht hast, und auch daß du dich nicht ausreichend in die Lage eines Personalentscheiders hineinversetzt hast.

Du solltest dir mal überlegen: Der kriegt zig Bewerbungen.

Warum sollte der denn gerade bei dir sagen, "na, DIE will ich mal kennenlernen !!" ?

Beantworte dir diese Fragen mal ehrlich für dich selbst und denke aus der Perspektive des Entscheiders.

Und zerlege mal das Wort Bewerbung. Da steckt das Wort "Werbung" drin. Du machst Werbung. Und zwar für dich.

Das sollte kein Billigspot werden :D
Viele Grüße :pcwink

Andreas
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#6

10.01.2011, 20:50

"Warum wollen Sie, Frau Engelchen91, denn unbedingt bei Gericht arbeiten?"

Und deine Antwort: "Ich hab gehört, Sie wollen Personal aufstocken, und ich suche halt was anderes, weil ich nicht in meiner Ausbildungskanzlei bleiben kann."
als ob ich das so sagen würde... :P Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Und nur so nebenbei: Ich habe die Ausbildung schon beendet ;)

Ich kann von mir selber sagen, dass ich mir in den letzten Monaten sehr viele Gedanken über Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche gemacht habe. Auch jetzt.

Also, ICH bin auf meine Bekannte zugegangen um mich zu erkundigen. Hab erstmal nachgefragt, ob sie überhaupt ReNos einstellen. Hab nach Ansprechpartner und so gefragt. Ich hätte mich so oder so beworben, auch wenn sie nicht grad aufstocken würden.

Meine Ausbildung in der Kanzlei hat mir sehr viel Spaß gemacht und die Arbeit beim Gericht ist ähnlich. (Jedenfalls sagte mir das eine Richterin, ein Wachtmeister und eine Freundin meiner Cousine die dort auch angefangen hat, nachdem sie eine Reno-Ausbildung gemacht hat.)

Und mir ging es jetzt erstmal nur um das Anschreiben selber und nicht, welche Aussagen ich drum herum schreibe. Ich hätte mich vielleicht besser ausdrücken sollen. sorry ;)
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#7

10.01.2011, 20:53

als ob ich das so sagen würde...
Man weiß ja nie, dafür hab' ich hier schon zu viel gelesen :zunge

Du sagst, du hast die Ausbildung schon beendet. Dann ändere doch bitte deinen Beruf im Profil ab :D

Naja, aber ögal :mrgreen: ich bitte dich, meine Postings einfach mal so als Denkanstöße zu betrachten. Ich glaube, dein Schreiben sollte doch noch etwas umgestellt werden.

So, jetzt treib ich mich weiter im Internetz herum :dance
Viele Grüße :pcwink

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#8

10.01.2011, 21:20

Andreas, dann kann ich Dich ja mal neidisch machen: Wir waren im Dezember live bei Paul Panzer :mrgreen:
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheit.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.


Quelle: Die englische Fassung nach Charles Reade geht auf ein chinesisches Sprichwort zurück.
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#9

10.01.2011, 21:42

offtopic :baeh

:admin2
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