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Warum werden es immer weniger Refa

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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#31  Beitragvon Kanzleihund » 10.08.2017, 09:04

Wäre zu fragen, was sie studiert hat und wo die vielen Schulden herkommen. Wenn es um BAföG geht, da weiß ich, dass das Bundesamt für Justiz mit der Stundung recht großzügig ist.
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#32  Beitragvon Dany1981 » 10.08.2017, 09:07

Glaub, die wollte in die Medien. Des war aber generell bezogen. Studieren ist halt keine Sicherheit, dass man auch nen Job bekommt.
Es ist nicht zu bestreiten - es gibt zwar immer zwei Seiten
aber nur eine auf der man steht
und dies zu begreifen heißt auf anderes zu pfeifen
und tut manchmal weh
und das kann bedeuten die man liebt zu enttäuschen
und das niemand versteht:
Wenn man um seinetwillen manchmal auch
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#33  Beitragvon icerose » 10.08.2017, 09:13

Andy66 hat geschrieben:Die einzigen "Anwaltsgehilfinnen" im Kino und Fernsehen im weitesten Sinn sind Erin Brockovich und Carrie Heffernan, die Ehefrau vom "King of Queens" (Quelle: Wikipedia). Alle anderen sind meines Wissen Anwältinnen, auch Ally McBeal.

ich stimme dir zu - beide toll. :mrgreen:
Allerdings find ich die Anwaltsserien auch insoweit "geeignet", dass man ja drauf kommen könnte, wenn man bei so wem arbeitet, ist man nah an der Quelle von interessanten Geschehnissen. Ist das verständlich ausgedrückt? Mich persönlich reizt auch der Vorteil, an der Quelle der Rechtsberatung zu sein. :lol:

Man sollte wirklich schon in den Schulen anfangen, unseren Beruf zu präsentieren und vor allem Praktika anbieten.
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#34  Beitragvon Kanzleihund » 10.08.2017, 09:15

Wir schweifen jetzt etwas von Thema ab, aber ich würde sagen, auch beim Studium gilt: "Augen auf bei der Berufswahl!". Ich denke, wenn man Naturwissenschaften oder irgendeinen Ingenieurskram studiert, dann hat man immer gute Chancen. Andere Fächer dagegen .... Ich kenne jemand, die hat Altorientalistik studiert. Okay die Dame hat sich das Studium als Anwältin verdient :mrgreen: .
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#35  Beitragvon icerose » 10.08.2017, 09:17

Dany1981 hat geschrieben: Studieren ist halt keine Sicherheit, dass man auch nen Job bekommt.

naja, also einen Job bekommt man bestimmt, fraglich ist nur, ob es auch der Wunschjob ist. :lol:
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#36  Beitragvon Andy66 » 10.08.2017, 10:33

Andere Frage: Wissen die jungen Leute, wenn sie sich für Studium oder Beruf entscheiden sollen überhaupt schon, was der "Traumjob" ist? Viele wollen "irgendwas mit Medien" machen, viele möglichst viel Geld verdienen - also irgenwas mit IT. Und andere haben überhaupt keinen Peil und fangen irgendein Studium an (Freundin einer meiner Töchter, studiert Deutsch und Geschichte, aber nicht auf Lehramt. Und nein, Kinder mag sie gar nicht), damit sie von der Straße weg sind.

Es ist ja schön, wenn einem quasi die Welt offensteht. Das führt aber eher zu Desorientierung. Ich sage ausdrücklich nicht, dass ich damit "alle jungen Leute" meine. Aber die Tendenz ist für mich gut sichtbar. Ich hab den Beruf damals angefangen, weil es sich halt so ergeben hat und dann irgendwann auch Spaß gemacht hat. Und zum Beruf ReFa findet halt dann keiner, weil er weder "was mit Medien" ist noch viel Geld bringt.
Was man auch Gutes über uns sagen mag: Man sagt uns damit nichts Neues

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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#37  Beitragvon Pitt » 10.08.2017, 11:06

Ich denke, bei den jungen Leuten ist der Druck größer als früher, dass der Beruf auch immer gleich Berufung (nicht die im juristischen Sinne :mrgreen: ) sein soll. Bloß keinen Job, mit dem man "nur" sein Geld verdient und dem man meistens gerne nachgeht. Der Beruf soll jetzt auch an 365 Tagen im Jahr glücklich machen und "einen ausfüllen". In allen Medien wird der Beruf immer als zentrale Baustelle für die Selbstverwirklichung präsentiert. Die Selbstverwirklichung hat im "normalen" Berufsalltag aber ihre Grenzen und das akzeptieren viele nicht, weil in den Medien das Bild vermittelt wird, nur mit dem richtigen Job, in dem ich mich zu 100% verwirklichen kann, erschließt sich mir der Sinn des Lebens. Vielleicht gibt es aber auch noch ein Leben außerhalb des Berufs, in dem ich mich verwirklichen kann und vielleicht ist es gar nicht schlimm, wenn man sagt, ich mache meinen Job meistens gerne, aber an manchen Tagen würde ich auch gerne im Bett bleiben. Vielleicht sollte man auch einfach akzeptieren, dass Sch...tage im Job ebenso zum normalen Leben gehören wie Regenwetter. Viele Berufsanfänger denken, wenn sie mal 3 schlechte Arbeitstage hintereinander erwischt haben, dass die Berufswahl falsch war und fallen gleich in eine Sinnkrise. Es gibt ein tolles Buch zu dem Thema mit dem Titel "Feierabend - Warum man für seinen Job nicht brennen muss".
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#38  Beitragvon mrsgoalkeeper » 10.08.2017, 11:07

Andy66 hat geschrieben:Andere Frage: Wissen die jungen Leute, wenn sie sich für Studium oder Beruf entscheiden sollen überhaupt schon, was der "Traumjob" ist?


Das hängt m.E. viel von der Erziehung ab bzw. von dem, was einem zu Hause vorgelebt wird. Der Sohn meines Freundes hatte bei Verlassen der Regelschule (mit 18 Jahren) so gar keinen Plan vom Leben und wollte dann "Fachabi" machen, was er jetzt aber abgebrochen hat. Die Tochter einer Freundin hingegen hatte nach dem Abi einen ganz klaren Plan von dem, was sie machen wollte, mit entsprechenden Alternativen.
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#39  Beitragvon Sputnik85 » 10.08.2017, 11:50

mrsgoalkeeper hat geschrieben:
Andy66 hat geschrieben:Andere Frage: Wissen die jungen Leute, wenn sie sich für Studium oder Beruf entscheiden sollen überhaupt schon, was der "Traumjob" ist?


Das hängt m.E. viel von der Erziehung ab bzw. von dem, was einem zu Hause vorgelebt wird. Der Sohn meines Freundes hatte bei Verlassen der Regelschule (mit 18 Jahren) so gar keinen Plan vom Leben und wollte dann "Fachabi" machen, was er jetzt aber abgebrochen hat. Die Tochter einer Freundin hingegen hatte nach dem Abi einen ganz klaren Plan von dem, was sie machen wollte, mit entsprechenden Alternativen.


Sehe ich nicht so.
Ich hatte so gar keinen Plan, was ich machen wollte. Natürlich wollte ich auch mal Sängerin oder Tierärztin werden (dann ist aber ein Pferd im Praktikum gestorben, dann war das hinfällig ;))
Nach der 10. Klasse hab ich dann Fachabi gemacht, weil ich keinen Plan hatte was werden soll und bin dann auch nur als Notlösung zum Anwalt gekommen - obwohl ich eigentlich gar kein Interesse hatte.
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Re: Warum werden es immer weniger Refa

Beitrag-Nr.#40  Beitragvon icerose » 10.08.2017, 11:51

Pitt hat geschrieben:Ich denke, bei den jungen Leuten ist der Druck größer als früher, dass der Beruf auch immer gleich Berufung (nicht die im juristischen Sinne :mrgreen: ) sein soll. Bloß keinen Job, mit dem man "nur" sein Geld verdient und dem man meistens gerne nachgeht. Der Beruf soll jetzt auch an 365 Tagen im Jahr glücklich machen und "einen ausfüllen". In allen Medien wird der Beruf immer als zentrale Baustelle für die Selbstverwirklichung präsentiert. Die Selbstverwirklichung hat im "normalen" Berufsalltag aber ihre Grenzen und das akzeptieren viele nicht, weil in den Medien das Bild vermittelt wird, nur mit dem richtigen Job, in dem ich mich zu 100% verwirklichen kann, erschließt sich mir der Sinn des Lebens. Vielleicht gibt es aber auch noch ein Leben außerhalb des Berufs, in dem ich mich verwirklichen kann und vielleicht ist es gar nicht schlimm, wenn man sagt, ich mache meinen Job meistens gerne, aber an manchen Tagen würde ich auch gerne im Bett bleiben. Vielleicht sollte man auch einfach akzeptieren, dass Sch...tage im Job ebenso zum normalen Leben gehören wie Regenwetter. Viele Berufsanfänger denken, wenn sie mal 3 schlechte Arbeitstage hintereinander erwischt haben, dass die Berufswahl falsch war und fallen gleich in eine Sinnkrise. Es gibt ein tolles Buch zu dem Thema mit dem Titel "Feierabend - Warum man für seinen Job nicht brennen muss".

:good


mrsgoalkeeper hat geschrieben:Das hängt m.E. viel von der Erziehung ab bzw. von dem, was einem zu Hause vorgelebt wird.

:zustimm

ich wollte gleich nach der Schule ReNo werden, hab aber bisserl Mist (nix strafbares) gebaut und hab mich dann gar nicht getraut, mich zu bewerben. So ging es halt erstmal woanders hin. :lol:
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