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Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#11  Beitragvon MausiPausi » 22.03.2010, 19:46

BRUTTO??? Ich kriege jetzt schon 700 Euro brutto...

Bei uns in München ist das üblich, dass man als Berufeinsteiger MINDESTENS 1.200 Euro netto bekommst... Kenne das auch nur so.
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#12  Beitragvon Sam29 » 22.03.2010, 19:55

Ja brutto. Du bekommst jetzt 700 EUR brutto, da ist doch 1.200 - 1.400 brutto schon ein guter Einstieg. Aber wenn das in München normal ist, dass man mind. 2.000 EUR brutto als Berufsanfänger bekommt, dann lebe ich wohl in einer völlig falschen Stadt.
Dann nimm halt das, was normal ist. Wenn Du Dir einen schönen Rahmen läßt, ist sogar noch Verhandlungsspielraum drin.
Sam29
 

Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#13  Beitragvon MausiPausi » 22.03.2010, 20:05

Ja wie gesagt, ich kenne das so...

Aber wie sollte ich das angeben? Vielleicht sollte ich auf jeden Fall das Gehalt etwas runterschrauben, hatte heute auf Arbeit auch schon das Thema.

Sollte ich dieses "von ... bis ..." angeben? Oder mich lieber auf einen festen Wert festlegen?
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#14  Beitragvon StineP » 22.03.2010, 20:26

Wenn du nach Gehaltsvorstellungen gefragt wirst, dann musst du eine konkrete Zahl in den Raum werfen... Und selbst bei nem Einstiegsgehalt von 2.000 brutto, welches ich damals in HH verdient habe (und das war für ne frisch ausgebildete Kraft schon viel), solltest du noch mal drüber nachdenken, auf was für nen Jahreswert du da kommst.

Sorry, wenn ich das so sage, aber wenn ich deine Bewerbung sehe, frage ich mich, womit du das rechtfertigst?
Wie sieht´s zB konkret aus mit Legal English? Gerade in den großen Städten ist das ein Pluspunkt in den größeren Kanzleien.
Bist du darin spitze, kannst du höher pokern. Gleiches gilt für besondere schulische leistungen, besondere Fachgebiete, die dich zu was ganz besonderem machen... Hast du Verkehrsunfallsachen selbst bearbeitet? Hattest du eigene Mandanten, die du betreut hast? ...

Ist dir immer auch bewusst, wo genau du dich bewirbst?? Ich arbeite derzeit in einer rennomierten Kanzlei in Berlin und finde mein jetziges Gehalt schon überaus reichlich. Aber gerechtfertigt, weil ich entsprechende Voraussetzungen mitbringe:
1. Berufserfahrung...3 Jahre sind noch nicht viel, aber dafür als Einzelkämpferin in einer ziemlich kleinen Kanzlei... Das heißt, ich habe ALLES allein gemanaget.
2. Ich komme aus einem Kanzleizusamenschluss von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und nem Rechtsanwalt für Steuerrecht. Heißt also, dass ich mich im Steuerrecht für eine Refa verdammt gut auskenne.
3. Ich habe ein Abi in Englisch vorzuweisen, diverse Schulungen etc. pp... Das alles führt zu meinem oben genannten Gehalt.
3. Meinen Abschluss habe ich mit 1,3 gemacht...
4. Ich habe ein Jahr das Studium zur Refawi gemacht... und das auch mit nem Schnitt von 1,3...
...
Vielleicht hilft dir dieser kleine Einblick etwas weiter... Klar, München ist teuer und die Gehälter natürlich entsprechend höher. Aber poker nie zu hoch hinaus und erkundige dich mal ernsthaft, wo tatsächlich die Einstiegsgehälter liegen und um was für Kanzleien es sich jeweils handelt. Je kleiner die Kanzlei, desto unwahrscheinlicher ist es, dass du da mit nem Bombengehalt rausgehst als Berufsanfänger, der sich noch nicht bewährt noch erprobt hat.
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#15  Beitragvon MausiPausi » 22.03.2010, 20:38

Ich möchte dich jetzt nicht angreifen, aber weil ich eben KEINE Ahnung habe, bitte ich euch doch um Rat, oder etwa nicht?
Und es geht hierbei nur um eine Bewerbung, nur um eine Kanzlei die eine Gehaltsvorstellung angegeben haben möchte, bei den anderen schreibe ich das natürlich nicht mit rein.

Du musst auch bedenken, dass ich meine Ausbildung erst im Juli abschließen werde, ich habe keinerlei Berufserfahrungen und welche Voraussetzungen soll ich da denn dann bitte mitbringen?? Klar, wenn ich welche hätte, könnte ich natürlich höher pokern, das ist mir schon klar. Aber wie ich schon gesagt habe, ich habe leider keine Ahnung, deswegen frage ich ja auch.

Ich weiß von meiner Kanzlei, dass ich ca. 1.200 Euro netto als Berufseinsteigerin bekommen würde und diese besteht nur aus 4 Rechtsanwälten.
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#16  Beitragvon palais » 23.03.2010, 09:08

MausiPausi, nicht aufregen - cool down :wink:

Also für München (München ist teuer im Lebensunterhalt - weiß aber jeder :)) und mit einem guten Abschluss kann man auch entsprechendes Geld verlangen.
1800 EURO Brutto sind als Anfängergehalt in München "normal". Es kommt natürlich auch darauf an, wo und für was du dich bewirbst.

Ist es ein Einzelanwalt, dann kann man schlecht mehr wie 1900 EURO brutto verlangen. Ist es eine größere Kanzlei, dann kann man pokern. Also lieber bei 2.100 EURO ansetzen und nach unten handeln. ;) Nicht zu vergessen sind auch die u.U. bezahlte Monatskarte, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Kanzleiausflüge, Oktoberfestbesuche, Essensgutscheine etc. :)

Musst halt schauen wo du dich bewirbst und wie dein Abschlusszeugnis im Endeffekt ausschaut. (groß Kanzleien zahlen i.d.R. mehr)

Die Gehaltsvorstellung ein paar Posts vorher (1200 -1400 brutto) finde ich persönlich ziemlich entwürdigend und kann ich nicht nachvollziehen. Sorry, aber für das Geld würde ich nicht arbeiten, unterm Strich bleibt nämlich nichts übrig und "leben" will man/frau schließlich auch noch.
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#17  Beitragvon Sam29 » 23.03.2010, 09:35

Das gehört hier zwar nicht zum Thema, aber das RVG ist - deutschlandweit - doch gleich.
Die Personalkosten auch. Da frage ich mich echt, warum RAe in Berlin schon maulen, wenn einer mit Erfarung 1.400 - 1.800 brutto verlangt. Die Kosten in Berlin sind nicht wesentlich geringer oder höher. Dat gibt mir echt zu denken.

Bzgl. der Gehaltvorstellung, würde ich immer eine Spanne angeben. Dann kann man selbst und der RA immer noch ein bischen verhandeln. Bei einer festen Vorstellung fährt man doch leicht Gefahr, - wenn günstigere Kräfte dabei sind - auf den Absonderungsstapel zu kommen, meint Ihr nicht?
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#18  Beitragvon MausiPausi » 23.03.2010, 12:37

@palais: Ja, das meinte ich ja... für 1200,00 bis 1400,00 arbeite ich doch nicht...
Wenn man mal bedenkt, was man damit eigentlich alles zahlen muss!

Dass meine Gehaltsvorstellung zu hoch waren, das seh ich ja ein und werds dann auch dementsprechend runterschrauben, klar.

Aber gut, danke für euren Rat, weiß jetzt schon besser Bescheid :)

Dann gebe ich das aber nicht in einer Spanne an, sondern das feste Brutto-Jahresgehalt, ja?
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#19  Beitragvon Maximum » 23.03.2010, 12:50

@MausiPaus: Deine Gehaltsvorstellungen sind ok. (vorausgesetzt du suchst dir in München einen Job und nicht im Umland ;) )

Je nachdem wie deine Noten sind und wie es mit Englischkenntnissen aussieht. Unter € 1.800,00 würde ich mich nicht einstellen lassen ich denke € 2.000,00 sind in Ordnung. (Bei Einzelanwälten wirste das allerdings nicht durchkriegen).

Festes Brutto-Jahresgehalt im Bewerbungsschreiben ja - im Gespräch würd ich persönlich mich auf das Monatsbrutto beziehen.

Ansonsten kann ich Palais nur zustimmen.

Viel Glück!
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Re: Bewerbung zur Rechtsanwaltsfachangestellten

Beitrag-Nr.#20  Beitragvon palais » 23.03.2010, 13:58

Maximum hat geschrieben:@MausiPaus: Deine Gehaltsvorstellungen sind ok. (vorausgesetzt du suchst dir in München einen Job und nicht im Umland ;) )

Je nachdem wie deine Noten sind und wie es mit Englischkenntnissen aussieht. Unter € 1.800,00 würde ich mich nicht einstellen lassen ich denke € 2.000,00 sind in Ordnung. (Bei Einzelanwälten wirste das allerdings nicht durchkriegen).

Festes Brutto-Jahresgehalt im Bewerbungsschreiben ja - im Gespräch würd ich persönlich mich auf das Monatsbrutto beziehen.

Ansonsten kann ich Palais nur zustimmen.

Viel Glück!


Ich würde die Gehaltsvorstellungen nur dann angeben, wenn es zwingend in der Stellenbeschreibung drin steht und auch gewünscht ist. Sonst nicht!

Und ganz ehrlich? Wer in München für weniger als 1800 Euro brutto anfängt zu arbeiten, ist selber schuld. (sorry, wenn es hart klingt)
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